Klassenfahrt mit der AfD

Die Exkursion nach Berlin ist an vielen Schulen ein attraktiver Bestandteil des Fahrtenprogramms. Ein Besuch im Deutschen Bundestag ist den Klassen aber nur möglich, wenn sie von einer Abgeordneten dazu eingeladen werden und wenn sich dem Besuch ein Gespräch mit der Parlamentarierin anschließt. Dafür gibt es dann aus dem Etat des Bundestags einen respektablen Zuschuss für die Reisekasse. Gerade Schulen mit einer einkommensschwachen Klientel profitieren bisher von dieser glücklichen Synthese von politischer Bildung und finanzieller Unterstützung. Nach ihrem zu erwartenden Einzug in den Bundestag werden auch die Abgeordneten der AfD an die Schulen herantreten und diesen ihre Dienste anbieten. Weil der Kontingente der Abgeordneten demokratischer Parteien bald erschöpft sein werden, werden sich viele Schulen in die Fänge der AfD begeben müssen - die diese Gelegenheit nicht auslassen wird, um sich an die jungen Menschen heranzumachen und für ihre Ziele zu werben. Eine solche aus Staatsmitteln finanzierte Werbetour sollte man der AfD nicht durchgehen lassen. Es ist deshalb höchste Zeit, die bisherige Regelung zu ändern und den Besuch im Bundestag von der Einladung eines Abgeordneten abhängig zu machen. Schulklassen , die den Bundestag besuchen wollen, sollten sich bei der Parlamentsverwaltung bewerben - und diese sollte letztlich darüber entscheiden, wer zum Besuch des Parlaments eingeladen wird. So wäre der AfD ein Zugang zu unseren Schulen verwehrt und dieser rechtsradikalen Partei ein möglicher Propagandacoup von vorneherein vermasselt.

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Jonas Lanig
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